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Frisches Gemüse zu verkaufen

Versuchstest «Krumm schmeckt auch!»

Anhand verschiedener Sorten von Gemüse und Obst aus der Schweiz führte ich den Vergleichstest insgesamt 28-mal mit Personen im Alter zwischen zehn und 81 Jahren durch. 

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Durchführung

Der Testperson wurden die Augen verbunden und anschliessend jeweils die Stücke oder Säfte aus normengerechtem und nicht normengerechtem Gemüse oder Obst zur Degustation vorgelegt. Danach fragte ich die Person, ob sie bezüglich Geschmacks einen Unterschied bemerkte. Bei der Antwort «Nein», war der Test beendet. 

Wenn die Person jedoch einen Unterschied bemerkte, fragte ich, welches der Stücke vom normengerechten und welches vom nicht normengerechten Produkt stamme. Den gleichen Prozess habe ich bei den Säften angewandt. Danach wollte ich noch wissen, was besser geschmeckt habe. Dies, weil es ja durchaus geschmackliche Unterschiede geben darf und sowohl schön als auch wüst beide gut schmecken können. Mich hat dabei auch interessiert, ob es Personen gibt, denen im Blindtest das optisch nicht perfekte Produkt sogar besser schmeckt als das perfekte. 

Resultat

Die Resultate sprechen für sich: 54 Prozent der Testpersonen konnten keinen Unterschied aufgrund des Geschmacks feststellen. 21 Prozent haben einen Unterschied festgestellt, lagen aber bei der Zuordnung falsch. Ihnen schmeckte das nicht normengerechte Produkt besser als das normengerechte. Die übrigen 25 Prozent bemerkten einen Unterschied bezüglich des Geschmacks und konnten korrekt sagen, welches das nicht normengerechte und welches das normengerechte Produkt ist. Ihnen schmeckte das normengerechte Produkt besser, als das nicht normengerechte. 

Insgesamt 75 Prozent der Testpersonen unterscheiden somit aufgrund des Geschmacks allein nicht zwischen normengerechtem und nicht normengerechtem Gemüse und Obst oder liegen bei der Zuordnung falsch.

Dieses Resultat stützt meine Meinung: Nur, weil etwas äusserlich besser aussieht, muss es nicht auch besser schmecken. 

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